britta
es geht nicht aus meinem
kopf
ob ich schlafe oder
wache
eine komplexe
welt
braucht eine komplexe
sprache
ich werd' verrückt, verrücke
mich
statt auf dem schachbrett
frei zu wandeln
siegt persönliche
betroffenheit
und wird zum maßstab für das
handeln
und wenn ich auch haushoch
verliere
gescheitert am
gescheiten
was kränkt schon meine
eitelkeit
das ende der
gezeiten?
und das
diktat der empörten
kontrolliert die freie
bewegung
bestimmt was wir zu denken
haben
und straft die abseitige
regung
das anständige
triumphiert
und schaufelt sich in
eile
ein grab wie ein
prokrustesbett
geboren aus
langeweile
ich spende einen tiefen
trost
den siechen und den
lahmen
und schätze den besonderen
reiz
der perspektive beim
geisterfahren
wenn einem alles
entgegenkommt
und man nicht herr ist beim
verfahren
und dann kommt der punkt an
dem ich denke
„ja,
das halte ich jetzt aus“
und
ich höre eine stimme rufen:
„hier ist Britta, lass mich
raus!“
das ist die bumsfidele Britta
die Britta die hat's
faustdick hinter den ohren
die hört so gerne
blasmusik
und wartet auf den nächsten
mann
dem sie den marsch wohl
blasen kann
morgens werfe ich kein
klopapier
vom balkon auf alte
damen
verbeuge mich und ziehe den
hut vor
den komödien und den
dramen
und wenn meine meinung unsinn
ist
gewinnt die andere
seite?
nein, gescheitert bin ich
deshalb nicht
ich hab' noch immer eine
zweite
denn wie ich es auch immer
mache
weiß ich, mache ich es schon
richtig
und was ich ganz genau mache
ist dabei gar nicht so
wichtig
ich habe angst vor dem
sonnenschein
keine angst vor dem
gewitter
denn immer wenn die blüten
platzen
und gedanken werden
bitter
ruft vor meiner tür die
Britta
(„lass mich
rein!“)
das ist die bumsfidele
Britta
die Britta die hat's
faustdick hinter den ohren
die hört so gerne
blasmusik
und wartet auf den nächsten
mann
dem sie den marsch wohl
blasen kann
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