dann ist sie da

wie sie sich bewegt, so frei und so herrlich,
ihre haare zurecht macht, so ganz nebenbei
und zum fenster hinaus schaut, wo es nur häuser zu sehen gibt
ich frage mich, was sie da sieht da, in diesem bunten einerlei

ihre augen funkeln, sie sieht nicht verträumt aus
sie legt ihre stirn in falten, wie der strand, wenn das meer geht
an was mag sie denken, nach was könnte sie suchen
oder wartet sie auf gar nichts und schaut einfach nur was passiert

und dann ist sie da – sie sieht abgekämpft und stolz aus
schön wie die nacht draußen am see nach einem sommertag
sie macht mich krank – und das ist besser als gar nichts
sie küsst meine seele wach, die im sterben lag

wie sie mit mir spricht, so klar und bedächtig, 
ihre worte nicht zügelt und trotzdem kein schauspiel aufführt
und sich weder versteckt, noch sich selbst allzu ernst nimmt
sie sagt was sie denkt und weiß, dass sie dabei nichts verliert

und dann ist sie da, sie sieht abgekämpft und stolz aus
schön wie die nacht draußen am see nach einem sommertag
sie macht mich krank – und das ist besser als gar nichts
sie küsst meine seele wach, die im sterben lag